Philosophie

Über mich

Naja, ich könnte jetzt anfangen darüber zu berichten, wie mein veganer Weg begann. Ich denke, da hat jeder von uns seine eigenen Erfahrungen gemacht und Ziele, die er verfolgen will. Deswegen treffen wir uns ja genau hier, auf meinem Blog. Und alle Gründe vegan zu leben sind okay, denn sie machen die Welt ein bißchen besser und erträglicher.

Gut, ein wenig könnte ich über mich schreiben. Vor meiner veganen Zeit aß ich viele Jahre lang vegetarisch. Das hatte unter anderem den Grund, dass ich mehr leckeres Gemüse essen konnte, wenn ich weniger Fleisch aß. Zu dieser Zeit hatte ich mein Gemüse selbst angebaut und meist viel mehr zur Verfügung als ich wegessen konnte. Natürlich sind andere Motive wie Tierschutz, Tierleid vermeiden, Umweltschutz und und und ebenso an diesem Prozeß beteiligt gewesen.

Warum ich meinen Blog so gut es geht glutenfrei und sojafrei gestalte, hat den einfachen Grund darin, dass ich aus gesundheitlichen Gründen aufpassen muß, was ich esse. Eine Theorie über meine Erkrankung besagt, dass Gluten nicht gut sein solle. Bei den Recherchen über Gluten und Weizen bin ich mir darüber bewusst geworden, dass es wirklich besser ist, weniger davon zu essen. Aber das kann ja zum Glück jeder für sich frei entscheiden, wie er das sieht. Im Laufe der Blog-Zeit bin ich jedoch von strikt glutenfrei dazu übergegangen wieder Bio-Dinkelvollkorn zu verwenden. Ich bin jedoch nach wie vor bemüht glutenfreie Alternativen aufzuzeigen, wo sie meines Wissens machbar sind.

Soja meide ich größtenteils, da es in den Beipackzetteln meiner Medikamente heißt, dass das zu meiden sei. Hm, ja gut, manchmal siegt bei mir doch der Gluscht. Mit großem Abstand zu der Medikamenteneinnahme sei es okay, also nutze ich es hin und wieder. Eben als „besondere“ Zutat und nicht als Hauptbestandteil meiner veganen Ernährung. Leider verbinden ja viele Leute den veganen Lebensstil in erster Linie mit Soja, was ja auch teilweise einen „ungesunden“ Ruf hat. Bewusster mit dieser hervorragenden Eiweißquelle umzugehen ist vielleicht nicht das Schlechteste.

Jedenfalls sehe ich meinen bescheidenen Beitrag am „Welt verbessern“ darin, rein pflanzlich zu leben. Außerdem fühle ich mich dabei gesünder und fitter. Seit ich vegan lebe, habe ich das Gefühl nicht mehr so oft krank zu sein. Was natürlich auch mit dem Sport zusammenhängen könnte. Mehr Bewegungsdrang hab ich nämlich auch verspürt als ich meine Nahrung umgestellt habe. Mir fiel es viel leichter als vorher mich zu bewegen und ich hatte das Gefühl, dass es leicht geht, dass ich leicht bin – und dass es mir eben leicht fällt. Das, was mich am meisten freut ist jedoch meine Meinung, dass ich „erwachsener“ geworden bin. Ich bin nun nicht mehr abhängig von der Säuglingsnahrung einer anderen Spezies. Ich sehe viele Dinge genauer, erkenne mehr Zusammenhänge. Es hat mein Denken klarer gemacht.

Wichtig ist mir persönlich auch das Reduzieren von Plastikverpackungen. Dies geht bei einigen Produkten sehr gut wie zum Beispiel Mehle, Reis und Tofu ( beides kann im Asialaden offen gekauft werden), Hülsenfrüchte (gibt es in Kartonverpackungen), einigen Nüssen (die man auch selber sammeln kann), Zucker … ganz gut, vor allem wenn ein „Plastikfreiladen“ in der Nähe ist. Bei anderen veganen Produkten ist es fast unmöglich darauf zu verzichten. Ein guter Weg um unnötiges Plastik zu vermeiden ist bestimmt, so viel als möglich selbst herzustellen und so wenig Convenience oder Fertiges als möglich zu kaufen. Hin und wieder schleichen sich der Bequemlichkeit geschuldet doch solche Dinge in meine Rezepte. Jedoch bin ich auch hier bemüht Rezepte zu schreiben, die diese Produkte überflüssig machen.

Leider sind mir auch im Moment noch nicht alle veganen und plastikfreien Möglichkeiten bekannt. Eine Alternative zu Frischhaltefolie finde ich Bees Wraps – also Bienenwachstücher. Das kann auch jeder von uns entscheiden, wie das gehandhabt werden kann … wo die Prioritäten mehr liegen.

Ebenso bei der Margarine: zwischen Palmöl und verpackungsarm auszuwählen ist oft sehr schwer. Es ist einfach ein ständiges Abwägen und jeder kann hier seiner Eingebung selbst folgen. Sinnvoll ist es jedoch auch hier, so wenig wie möglich Margarine zu nutzen und da, wo es möglich ist, auf Öle zu setzen. Beim Backen jedoch klappt das nicht immer.

Und jetzt: Viel Spaß auf meinem Blog

Andrea